Olympiadas
Den ganzen letzen Monat feierte meine Schule ihren 3. Geburtstag. Über den ganzen Monat verteilt gab es Aktivitäten, die von der Schule organisiert wurden. Gestartet hat dieser grosse Event mit einem Lauf durch ganz Tumbes. Jede Klasse hatte ihr eigenes Thema, hat sich dementsprechend verkleidet und fuhr auf einem grossen Wagen den Strassen von Tumbes entlang. Das ganze hat mich sehr an unsere Fasnacht erinnert.
Ein anderes Highlight für mich waren die „Reinados“. In Peru ist es Tradition am Geburtsag der Schule, die Königin der Schule auszuwählen. Von jeder Klasse wurde ein Mädchen ausgewählt. Im Fall meiner Schule hiess dies 26 Mädchen, weshalb es auch kein Wunder ist, dass der ganze Event 6 Stunden dauerte. 80 Style, peruanische Volkskleider bis zu brasilianische Karnevallkleider wurde von den jungen Mädchen präsentiert. Nebst all diesen Modeschaus musste ausserdem auch ich auf die Bühne, um zwei Lieder zu singen. Meine Klasse hielt ein Plakat für mich in die Höh, als ich anfing, zu singen. Dies war natürlich für mich ein sehr schöner Moment, da ich mich so wirklich wie ein Teil der Klasse fühlte.
Ein grosser Teil dieser Aktivitäten nahmen ausserdem die Sportsolympiaden der Schule ein. Jede Klasse bildete ihr eigenes Team und traten in Fussball, Volleyball und Handball gegen andere Klassen an. Für diese Olympiaden liessen die Klassen sogar ihr eigenes T-shirt drucken.
Mitte Monat haben sich dann alle Austauschschüler aus Tumbes getroffen, um an den Puerto Pizarro zu fahren. Dort fuhren wir dann mit einem Fischerboot entlang den Mangroven. Einmal machten wir Halt und stiegen aus, um die Krokodile von Tumbes anzuschauen. Der ganze Ausflug war sehr schön und ich genoss die Zeit mit den anderen Austauschschülern sehr.
Jetzt möchte ich euch gerne einbischen aus meinem Alltag erzählen.
Die Schule beginnt um 7.30 offiziell, aber meistens treffen die Lehrer und die Schüler so um 08:00 ein. Das heisst, dass ich oft noch eine halbe Stunde mich selbst beschäftigen muss, da es meine Eltern ziemlich ernst mit der Zeit nehmen.
Um ehrlich zu sein, ist die Schule stinklangweilig und wenn ich mir das Motzen meiner Freunde anhöre, liegt das nicht daran, dass ich noch nicht alles auf Spanisch verstehe.
Die Schulfächer bestehen hauptsächlich aus 5 Mathematikfächern. Wir werden in Algebra, Geometrie, Arithmetik und in zwei zusammenfassende Mathematikfächern Unterrichtet. Natürlich tönt Mathematik (für mich jedenfalls) überhaupt nicht nach entspannen, aber ich lerne Dinge, die ich wirklich noch nie in der Schweiz hatte und sehr schwierig sind. So verbringe ich fast nie im Mathematikunterricht die Zeit, mit Aufgaben zu lösen. Fragt mich jetzt bitte nicht was ich denn stattdessen mache, denn dies kann ich selbst nicht beantworten.
Um 13.30 haben wir dann eine halbe Stunde Mittagspause und dann gehts weiter mit Mathematikunterricht bis 15.30. Nach der Schule fahre ich oft mit einem Taxi nach Tumbes, um Sport zu treiben oder treffe mich mit Austauschschüler oder meinen Freunden aus der Schule. Manchmal bin ich aber auch einfach zuhause und nutze die Zeit für mich selber. Dies geniesse ich auch sehr, denn wie die meisten wissen war ich in der Schweiz sehr aktiv und hatte kaum Zeit für mich selber.
Bis Bald
Milena
PS. Ich werde mich in der Schweiz hinwieder über Mücken beklagen. Momentan habe ich am linken Fuss 55 und am rechten Fuss 50 Stiche. Bei den Beinen habe ich mit dem Zählen aufgegeben:(
| Mangroven von Tumbes |
| Krokodile von Tumbes |
| Fischerbote beim Puerto Pizarro |
| Puerto Pizarro |
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| Was ich so den ganzen Tag treibe |
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| Austauschschüler von Tumbes |



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