Ein neuer Anfang

Seit meinem letzten Blogeintrag ist viel passiert. 
Nach einpaar Vorfällen in meiner Gastfamilie, wurde mir mitgeteilt, dass ich die Familie wechseln werde. 
Dann ging alles sehr schnell und am nächsten Tag lernte ich schon meine neue Familie kennen. Ich habe einen älteren Gastbruder, eine jüngere Gastschwester und eine ältere Gastschwester, die aber zurzeit in Lima arbeitet. 
Mit offenen Armen wurde ich von meiner neuen Familie empfangen, und schon nach den ersten 5 Minuten fühlte ich mich wohl in meinem neuen Zuhause. Darüber war ich sehr erleichtert, vor allem weil ich einen sehr schwierigen Start ins Austauschjahr hatte. 
Am Nachmittag fuhren meine Gasteltern und ich zu meiner neuen Grossmutter. Dort fühlte ich mich auch sofort Zuhause. Überall liefen Hühner, Ziegen und andere Tiere herum, was mir als Tierfreund natürlich sehr gefiel. Neben dem Haus der Grossmutter steht das Ferienhaus meiner Familie, in das ich mich auch sofort verliebte. Ich freue mich jetzt schon im Sommer hier die Ruhe zu geniessen. 
Am Strand mit meiner Gastschwester
Am Abend ging ich dann mit meiner Gastschwester und ihren Freunden nach Tumbes, um einmischen spazieren zu gehen. 
Am Tag darauf war ich dann endlich das ersten Mal am Strand. Es war ein wunderschöner Nachmittag mit meiner Familie.
Am Abend fuhren wir dann zum Puerto Pizarro, um meine Verwandtschaft mütterlicherseits kennen zu lehren. 
Zwei meiner sieben Gasttanten nahmen diesen Sommer auch eine Austauschschülerin auf. Ich habe mich sehr darüber gefreut, denn mit beiden verstehe ich mich sehr gut. 
Letzen Wochenende fuhr ich mit meiner Familie nach Plura, da die Freundin meiner Gastmutter ihren Geburtstag feierte. Piura ist die 5. Grösste Stadt in Peru und liegt vier Stunden von Tumbes entfernt. 
Zum Fest gibt es nicht viel mehr zu sagen als pompös. Die Gäste trugen Kostüme, die in der Schweiz höchstens an der Fasnacht getragen werden und vor dem Fest hielten alle Familienmitglieder eine Rede für das Geburtstagskind. Im allgemeinen erinnerte alles an eine Prinzessinnenhochzeit, aber das Fest gefiel mir sehr. Als wir dann um 6 Uhr morgens im Haus der Freundin eintrafen, schlief ich sofort ein.
Mit den Vorbereitungen ging die Zeit in Plura sehr schnell um, und so hatten wir keine Zeit mehr, um die Stadt zu besichtigen. Meine Gasteltern teilten mir auf der Rückfahrt aber schon mit, dass wir bald wieder nach Plura kämen. 
Die eine ist aus Thailand und geht auch zur Schule, die andere ist aus Ungarn und geht hier ein Jahr an die Universität. 

Nicht nur familiär auch in der Schule hat sich einiges geändert. Ich habe die Klasse gewechselt und bin nun in der Abschlussklasse. Ich war sehr glücklich darüber, dass der Schuldirektor mir den Wechsel anbot, denn in dieser Klasse hatte ich schon vorher einpaar Freunde. Meine alte Klasse mochte ich im allgemeinen und ich verstehe mich auch jetzt noch gut mit ihnen. Es war einfach schwierig für mich, da alle 2 bis 3 Jahre jünger waren als ich. Nun werde ich also im Dezember den Abschluss mit meiner neuen Klasse machen und nächstes Jahr (im März) in meine alte zurückkehren.Mit dem Spanisch geht es auch immer besser. Ich verstehe fast alles, und auch beim reden muss ich nicht mehr lange nachdenken. Nur die Schule ist noch sehr schwierig. Obwohl Peru eigentlich für das langsame Sprechen bekannt ist, kann ich das bei den Lehrern nicht immer bestätigen. Ausserdem werden in meiner Schule viele Fächer unterrichtet, die es in der Schweiz nicht gibt und so fehlt mir oft auch jeweiliges Vorwissen.

In Piura, im Restaurant wo wir 
Mit meiner neuen Gastmutter

Mein Zuhause von Aussen
Tanzfläche der Geburtstagsfeier
Freunde meiner Eltern. Rechts von mir meine Gastmutter  und der Mann im roten Shirt ist mein Gastvater. 


Das Ferienhaus meiner Gastfamilie

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